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Ein Winterquartier für Igel "Igor" im Klostergarten

Am 10. Januar hat der Klostergarten einem gesunden, überwinterungsfähigen Igel ein geschütztes Zuhause geboten. In Zusammenarbeit mit der Igelstation Ebikon konnte so ein Beitrag zum Schutz dieser bedrohten Wildtiere geleistet werden. Der Igel Tier des Jahres 2026!

Seit vielen Jahren betreibt Evelyne Noser in Ebikon eine Igelstation und pflegt dort verletzte und kranke Tiere. Immer wieder sucht sie geeignete Orte, um Igel verantwortungsvoll auswildern zu können. Grundsätzlich ist der Winter keine ideale Zeit dafür – ausser der Igel ist gesund, kräftig und die Bedingungen stimmen.

Am 10. Januar wurde im Klostergarten ein Igel zur Überwinterung aufgenommen. Der rund 960 Gramm schwere Igel «Igor» stammt aus Rain. Er verfügt nun über ausreichende Fettreserven für den Winterschlaf. Vor sieben Tagen erhielt er noch ein Antibiotikum; zudem wurde sein Kot untersucht – mit unauffälligem Befund. Damit ist Igor gesund und bereit für die Auswilderung und den Winterschlaf. Für den Hormonhaushalt der Igel ist es sehr wichtig, dass sie einen Winterschlaf halten.

Allerdings war es für "Igor" schon ein kleiner Schock, plötzlich Schnee vor der Nase zu haben. Deshalb hat er etwas irritiert herumgeschnuppert. Er wahrscheinlich froh, in einem trockenen Igelhaus zu landen, mit einem Nest, in dem nach ihm «duftende» Zeitungsknäuel auf ihn warten.

Für ihn wurde im Klostergarten ein geschütztes Überwinterungshaus vorbereitet: trocken, windgeschützt, mit Stroh und Laub gefüllt und an einem ruhigen, schattigen Ort aufgestellt. Im Igelhaus hat er zudem noch die Möglichkeit, geschützt Wasser und Nahrung aufzunehmen, falls er bei dieser Kälte nicht sofort in den Winterschlaf geht.

Das Klosterwäldchen bietet für Igel einen idealen Lebensraum. Wenn Igor im Frühjahr aus dem Winterschlaf erwacht, wird er nach einer kurzen Eingewöhnungszeit im Freigehege in die Umgebung entlassen und noch ein bis zwei Wochen weitergefüttert, bis er vollständig selbstständig ist.

Br. Paul Mathis